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Bayerische Polizeibergführer auf Skitour in den Julischen Alpen

Vom 06.03.2010 bis zum 13.03.2010 machten sich drei Polizeibergführer der Bayerischen Polizei Bayern und ein weiterer guter Bergsteiger mit Skitourenausrüstung auf den Weg nach Slowenien, um dort die Berge der Julischen Alpen mit Skiern zu ersteigen.

Bereits an den ersten beiden Tagen konnten sich die Bergführer einen Überblick über das Gebiet machen. Die Berge um den Skiort Kranjska Gora ragen teilweise über 2000 Meter aus dem Tal in die Höhe. Steile Felswände waren mit Schnee überzogen und der Vergleich mit dem Gebirge im Himalaya war sehr naheliegend.

Die Skitouren in den Julischen Alpen verlangen den versierten Alpinisten. Steig- und Harscheisen wie ein kleiner Pickel sind nahezu ständiger Begleiter. Nur wenige „leichte“ Skitouren sind zu finden. Allgemein trifft man nur wenige Skitouristen

Meist lange Talanstiege, die selbst bei der Abfahrt immer wieder mit kräfteraubenden Gegenanstiegen aufwarteten. Danach folgte ein Aufstieg durch steiles, bewaldetes Gelände, wo die Waldkampfqualitäten eines jeden neu entdeckt wurden. Kurze Passagen in steilen Felsrinnen die einen dann endlich in weitläufige Kare führten. Gipfelanstiege mit Steigeisen und Pickel waren meist obligatorisch.

An den ersten beiden Tagen konnte man durch das gute Wetter und der mäßigen Lawinengefahr die Anstiege wie auf die Große Mojstrovka (2366m) oder dem Kriz (2440m) in vollen Zügen genießen. Ausblicke auf Triglav, Mangat oder Razor waren ein einmaliges Erlebnis. Nur der eisig kalte Ostwind brachte uns dazu, die Gipfelpausen sehr zu verkürzen.

Nach zwei Tagen hatte man einen guten Überblick über das Gelände, die Lawinensituation und dem Skitourencharakter in dieser Region.

Leider erreichte uns am dritten Tag ein Genuatief, welches neben starkem Wind innerhalb von 48 Stunden einen Neuschneezuwachs von 150cm Schnee brachte. Besteigungen der höchsten Berge in den Julischen Alpen war ab diesem Zeitpunkt ausgeschlossen. Bis die Wetter- und Lawinensituation Ende der Woche Besserung versprach, bestieg man Berge, Kare oder Hütten in sicherem Gelände.

Der Wettergott hatte mit unserer Geduld an den letzten beiden Tagen ein Einsehen und beschenkte uns doch noch mit gutem Wetter. Südseitige Anstiege wie auf die Forca de la Val (2442m) oder dem Foronon del Buinz (2531m) von Sella Nevea aus, baten nochmals tolle Skitouren in der Wischberggruppe, mit steilen Karanstiegen und gerecht verteilter Schneesorte. 50% Firn und 50% Pulverschnee.

Nach einer Woche Julischer Alpen fuhren wir wieder nach Hause mit grandiosen Einblicken in einer urgewaltigen Landschaft. Das Ziel für nächstes Jahr ist klar. Nochmals Slowenien und mit hoffentlich mehr Glück im Wetter und guten Verhältnissen, um die namhaften Berge wie Triglav, Jalovec, Mangart oder die Huda Paliza mit Skiern zu besteigen.

Impressionen

 

Walter Schmid

 

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