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Einsatznachbesprechung von Polizei und Bergwacht
am 30.06.2009 in Rosenheim

Polizeipräsident Franz Mayer begrüßte im Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim die Alpinen Einsatzgruppen der oberbayerischen Polizei (AEG) und eine Abordnung der Bergwacht Bayern mit ihrem Vorsitzenden, Landtagspräsidenten a.D., Alois Glück. Zudem waren eingeladen Olaf Kalsperger, Vorsitzender der Sicherheitsgemeinschaft Inntal e.V. und zugleich 1. Bürgermeister der Gemeinde Raubling sowie der stellvertretende Vorsitzende der Sicherheitsgemeinschaft Bürger und Polizei e.V. Prien am Chiemsee, Peter Wendel, ehemals Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Prien. Polizeipräsident Franz Mayer betonte, dass diese Nachbesprechung über gemeinsame alpine Einsätze besonders unter dem Zeichen des vergangenen extremen Lawinenwinters und der vielen gefährlichen Einsatzsituationen steht.

Bergwachtvorsitzender Alois Glück und Polizeipräsident Franz Mayer stellten die Wichtigkeit des gemeinsamen Dialoges im Hinblick auf eine gute Zusammenarbeit und einer weiteren Verbesserung der Einsatz-bewältigung heraus. Die Vielzahl der gemeinsamen Einsätze, überwiegend bei Verschütteten nach Lawinenabgängen, beanspruchte die Einsatzkräfte der Polizei und der Bergwacht oft bis an die Grenzen der physischen Kräfte. In der Darstellung der Einsätze durch die Bergführer lobten beide Seiten die gute Zusammenarbeit zwischen Polizei und Bergwacht. Wichtig für beide Einsatzorganisationen ist das Verständnis für die unterschiedlichen Aufgaben im Einsatz.

v.l. Geschäftsführer Bergwacht Bayern, Gerhard Opperer, Polizeivizepräsident Robert Heimberger, Vorsitzender der Berwacht Bayern Alois Glück, Polizeipräsident Franz Mayer, Vorsitzender Sicherheitsgemeinschaft Inntal, Olaf Kalsperger, stellvertretender Vorsitzender Sicherheitsgemeinschaft Bürger Polizei Prien, Peter Wendl.

 

Hierzu dient sowohl die aktuelle Nachbereitung im Einsatzgeschehen, als auch die regelmäßige gemeinsame Betrachtung und Bewertung der Zusammenarbeit. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd ist nach der Strukturreform innerhalb der Polizei im bayerischen Alpenraum von Berchtesgaden bis Garmisch-Partenkirchen zuständig. Die Einsätze in diesem Bereich werden von Polizeibeamten in der neuen hochmodernen Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums in Rosenheim gesteuert und koordiniert.

Die Bergwacht konnte im Zusammenwirken mit der Polizei viele lawinenverschüttete Personen ausgraben und retten. Dennoch kam für fünf Lawinenverschüttete im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayerns Süd jede Hilfe zu spät. Sie konnten nur mehr tot geborgen werden, berichteten der Leiter des Alpinen Einsatzzuges des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Polizeioberkommissar Helmut Weidel und der Geschäftsführer der Bergwacht Bayern, Gerhard Opperer.

Um die Zusammenarbeit noch zu intensivieren und im Einsatzgeschehen weiterhin effizient und professionell agieren zu können, vereinbarten Polizeipräsident Franz Mayer und Bergwachtvorsitzender Alois Glück weitere Treffen zu spezifischen Fachfragen. Beide brachten abschließend ihre hohe Anerkennung für den mutigen und selbstlosen Einsatz der Kräfte vor Ort zum Ausdruck, bei dem diese vielfach auch erhebliche Gefahren für sich selbst in Kauf nahmen. Dafür sprachen der Bergwachtvorsitzende und der Polizeipräsident den ehrenamtlichen Hilfs- und Rettungskräften der Bergwacht und den alpinen Einsatzkräften der Polizei ein herzliches Dankeschön aus.

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