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Bergführerfortbildung der bayrischen Polizeibergführer

Vom 10.09.07 bis zum 13.09.2007 fand in Sulden/Ortlergebiet die Fortbildung der bayrischen Polizeibergführer im Bereich Eis/Hochtouren statt. Nachdem Ende Juni ein erster Termin für diese Fortbildungsmaßnahme förmlich im Neuschnee versunken war, klappte es diesmal wettertechnisch wesentlich besser.

Treffpunkt der 22 Teilnehmer am Vormittag des 10.09.07 war die Talstation der Seilbahn zur Schaubachhütte. Nach der Auffahrt konnte man bei guter Wetterlage über den Suldenferner zum Riffugio G. Casati aufsteigen. Von hier wurde noch am Nachmittag der Monte Cevedale über die Nordflanke erstiegen, dieser unschwierige Anstieg bot sich an, um sich gut an die Höhe zu gewöhnen. Nach einer Übernachtung auf der Casatihütte war am nächsten Tag geplant, die Königsspitze zu ersteigen.

Eine kurze Störung brachte jedoch in der Nacht Schneefall und die Sicht am Morgen war alles andere als ideal. So entschloss man sich in das Tal abzusteigen. Schon beim Abstieg besserte sich die Wetterlage wieder und so eröffnete sich die Möglichkeit, noch am selben Nachmittag zur Hintergrathütte am Ortler aufzusteigen.

Die Hintergrathütte, eine Privathütte ist kürzlich renoviert worden und bietet außer ihrer sehr feinen Lage auch noch guten Hüttenkomfort und bestes sowie sehr reichliches Essen.
Am 12.09.07 wurde dann bei besten Wetterverhältnissen der Aufstieg über den Hintergrat für die 22 Bergführer ein reiner Genuss.

Aufgrund des kombinierten sehr abwechslungsreichen Geländes konnten die Schwerpunkte des Lehrgangs, Führungstaktik und Technik, bestens umgesetzt werden. Bei fast windstillen Verhältnissen war auch eine ausgiebige Gipfelrast möglich, die mit bester Fernsicht belohnt wurde.

Der Abstieg über den Normalweg zur Payerhütte erforderte dann nochmals Aufmerksamkeit, da man sich nach dem Gletscherteil doch des öfteren im Absturzgelände bewegt, das schneedurchsetzt war. Wie gut zu beobachten war, werden durch das Abschmelzen der Gletscher die Schwierigkeiten solcher Anstiege in letzter Zeit merklich erhöht. Gerade Begeher der Normalanstiege stoßen hier schnell an ihre Grenzen.

Am Nachmittag konnte dann auf der aussichtreichen Terrasse der Payerhütte diese interessante Überschreitung nochmals besprochen werden.

Am 13.09.07 stieg man dann über die Tabaretta- und K 2 Hütte ab in das Suldental. Von der Tabarettahütte eröffneten sich eindrucksvolle Einblicke in die mittlerweilen auch schon stark ausgeaperte Ortler-Nordwand, die wohl nur noch im Winter oder Frühjahr bei entsprechenden Verhältnissen eine sinnvolle Durchsteigung ermöglicht.

Da der Zeitrahmen schon ausgeschöpft war, trat man nach einer Besprechung über die gewonnenen Eindrücke und Erfahrungen am Nachmittag die Heimreise über den Reschenpass an.

Impressionen

 

 

Andreas Hölzl, Berchtesgaden

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